Coin IdolCBDC könnte den Nicht-Bankern besser helfen als Bitcoin
Die finanzielle Einbeziehung der Bevölkerung der Welt ohne Bankkonto ist seit Jahren ein heikles Thema. Mit der Einführung der Kryptowährung gab es Spekulationen über ihr Potenzial, all diese Menschen in die internationale Finanzwelt zu integrieren. Aber ist es wirklich so?

In der Tat hat das Interesse an digitalen Währungen wie Bitcoin in den Entwicklungsländern zugenommen. Da viele ihrer Bürger im Ausland arbeiten müssen, brauchen sie eine Möglichkeit, Geld an ihre Familien nach Hause zu schicken. Aus diesem Grund sind in diesen Ländern verschiedene Fintech-Innovationen in Staaten mit einer großen Zahl von Bankfremden aufgeblüht.

Anfang der 2000er Jahre erlebten mobile Zahlungsanbieter wie M-Pesa einen Aufschwung. Dieser mobile Zahlungsabwickler ist immer noch recht populär, vor allem in afrikanischen Ländern. Wie CoinIdol, ein Nachrichtensender mit weltweiter Blockkette, berichtete, verhalf er seit seiner Gründung über 850.000 Menschen zu einer finanziellen Eingliederung.

Digitales Geld statt Fiat
Nach der Einführung und Verbreitung von Bitcoin begann die weltweite Bevölkerung ohne Bankkonto mit der Erforschung dieser Alternative. Trotz der Vorsicht und des allgemeinen Unverständnisses für diese Technologie begrüßten die Entwicklungsländer das Instrument, das die finanzielle Einbeziehung an Orten sicherstellen könnte, die von den Banken nicht erreicht werden konnten.

Die COVID-19-Pandemie, die Anfang 2020 die Stäbe traf, hat die Popularität digitaler Währungen in die Höhe schnellen lassen. Auf den Philippinen zum Beispiel sind Bitcoin-Überweisungen so populär geworden, dass die Bürger des Landes sogar ein spezielles Wort dafür erfunden haben, „rebittance“.

Auch andere Entwicklungsländer wie Indien und viele afrikanische Länder haben digitale Währungen weitgehend eingeführt. Trotz der regulatorischen Spannungen, die in Indien herrschen, wächst die Bitcoin-Gemeinschaft des Landes stetig.

Zu volatil, um den Tag zu retten

Die Verwendung von Bitcoin als Zahlungsmethode ist jedoch aufgrund der Preisvolatilität nach wie vor recht fragwürdig. Laut dem CEO von MasterCard, Ajay Banga, ist dies der Hauptgrund dafür, dass Bitcoin keine würdige Alternative für die Nicht-Banken werden kann.

Er erklärte, dass es wirklich schwierig sei, Zahlungen mit einer Währung durchzuführen, die über Nacht die Hälfte ihres Wertes verlieren könne. Stattdessen glaubt er, dass die Situation mit Hilfe der CBDCs geändert werden kann, die die meisten Vorteile digitaler Währungen bieten und gleichzeitig weitaus weniger volatil als Bitcoin sind.

Der Zahlungsgigant achtet sehr auf die finanzielle Einbeziehung der Bevölkerung ohne Bankkonto. Im September 2020 übermittelte das Unternehmen rund 500 Millionen Dollar, um die finanzielle Eingliederung schwarzer Gemeinden in den Vereinigten Staaten zu fördern, mit dem Ziel, die soziale Gleichheit zu verbessern und das Wohlstandsgefälle zu verringern.

Neben Investitionen erforscht MasterCard auch technologische Lösungen, mit denen sich das Problem in den Griff bekommen lässt. Da sie das Potenzial der CBDCs sehen, haben sie den Zentralbanken eine virtuelle Plattform angeboten, um die digitale Währung zu testen, um zu sehen, wie sie für alltägliche Aufgaben eingesetzt werden kann. Da das Interesse an den CBDCs wächst, hofft MasterCard, dass die neue Sandbox den Zentralbanken helfen wird, die beste Lösung für die Umsetzung zu finden.